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Adaras Welt

Ringelblume

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Calendula Officinalis, Korbblütengewächse, Asteraceae

Arzneilich verwendete Pflanzenteile: Die Blüten
 

Blütezeit: Juni bis Oktober
 

Ernte und Aufbereitung: Verwendet werden die Blüten, die in aufgeblühtem Zustand bei trockenem Wetter geerntet und an einem warmen, luftigen Ort getrocknet werden müssen.

Sammelzeit: Die Sammelzeit für die Blüten liegt hauptsächlich im April bis Juni oder im September/ Oktober.

Inhaltsstoffe (Wirkstoffe): Äthersches Öl, Calendula-Sapogenin, Saponine, Glykoside, Carotinoide, Xanthophylle, Bitterstoffe, Schleime, Flavonoide, Fermente und organische Säuren.

Die Ringelblume wird bei Leberleiden, Milzbeschwerden, Herzklopfen und zur Beschleunigung der Geburt verwendet.  Als Tinktur oder Salbe hilft sie zuverlässig bei schlecht heilenden, offenen Wunden, Geschwüren, Verbrennungen und Entzündungen. Calendula schließt die Wunden, die Wundränder nähern sich einander, bis der Wundverschluss und die Bildung einer Narbe die Heilung abschließt.

Der aus den frischen Blüten gepresste Saft wird zum Einreiben bei Geschwüren, Warzen, Hühneraugen und Anschwellungen angewendet. Gegen diese Leiden helfen auch Bäder in einem Absud vom Ringelblumenkraut.

Ringelblumensalbe herstellen:

Dafür braucht man nur eine Handvoll Pflanzenteile und 250 g Schweinefett. Blüten, Blätter und Stiele zerkleinern. Schweinefett erhitzen, zerkleinerte Pflanzenteile hinzugeben – zehn Minuten köcheln lassen. Das Gemisch drei Tage stehen lassen, danach noch einmal kurz erhitzen. Die Masse durch ein Tuch drücken, in kleine Gefäße abfüllen und kühl stellen. Die Salbe kann sowohl pur als auch als Auflage verwendet werden. Sie wirkt entzündungshemmend und wundheilend und hilft bei Prellungen, Quetschungen, Verstauchungen und Entzündungen.

Hildegard von Bingen empfiehlt:

Wer Gift isst oder wem Gift eingegeben wurde, koche Ringelblumen in Wasser und lege sie ausgedrückt warm über den Magen.  Das bringt das Gift in Bewegung und bringt es aus ihm heraus. Die Entgiftung erfolgt durch Erbrechen oder Durchfall.

Magische Bedeutung

Im Volksglauben schrieb man der Ringelblume Liebeszauber zu. Das Tragen der Wurzel im Schuh sollte Erfolg beim anderen Geschlecht bringen.

Um Türpfosten geschlungene Ringelblumengirlanden bewahren das Haus vor dem Eindringen böser Mächte und unter dem Bett (oder dem Kopfkissen) ausgestreute Ringelblumen beschützen den Schläfer im Schlaf.

Im Mittelalter dienten die Blüten der Ringelblume beim Färben von Stoffen zur Fälschung des teuren Farbstoffes Safran.

Auf Wolle und Seide erhält man mit einer Alaunbeize hellgelbe Färbungen.